Spastik sowie chronische Sialorrheo und Speichelaspiration aufgrund neurologischer Erkrankung sind Probleme, denen wir als Ärzte, Pflegefachkräfte oder Therapeuten nicht nur in spezialisierten stationären Einrichtungen, sondern auch in der außerklinischen Intensivpflege immer wieder begegnen. Die Folgen sind gravierend: Spastik führt zu Schmerzen, Funktionseinschränkungen, Problemen bei der pflegerischen Versorgung und letztlich einem Verlust von Teilhabe und Lebensqualität. Chronische Sialorrhoe (unkontrollierter Speichelfluss) und Speichelaspiration führen insbesondere, wenn zusätzlich eine Hustenstörung vorliegt, zu Sekretaustritt am Tracheostoma, tracheobronchialem Sekretverhalt und Pneumonien und verhindern gelegentlich eine Dekanülierung. Sowohl die Spastik als auch die chronische Sialorrhoe und Speichelaspiration können mit Botulinumtoxin effektiv behandelt werden. Das Medikament wird hierfür direkt in die Muskulatur injiziert, wo es den Muskeltonus senkt, bzw. in die Speicheldrüse, wo es die Speichelsekretion vermindert. Der Zugang zu dieser effektiven und nebenwirkungsarmen Therapie ist für die Patienten in der außerklinischen Intensivpflege schwierig, so dass viele Patienten diese Therapie nicht erhalten. Um das Ausmaß dieser Problematik besser einzuschätzen und über geeignete Maßnahmen die Patientenversorgung zu verbessern, hat die Sektion Neurologie und Neurorehabilitation der DIGAB eine Mini-Befragung erstellt, die sich an alle am Patienten tätigen Berufsgruppen, also sowohl Ärzte als auch Pflegefachkräfte und Therapeuten richtet.

Das Ausfüllen dieser Umfrage dauert nur 5 – 10 Minuten. Zur Befragung gelangst Du hier.

Über Deine und Eure Unterstützung würde ich mich sehr freuen.

Eine weitere Befragung zur Therapie mit Botulinumtoxin, die sich an Betroffene und Angehörige richten soll, ist ebenfalls angedacht.

Herzliche Grüße und Dank im Voraus
Martin Groß für die Sektion Neurologie und Neuorehabilitation der DIGAB